Ökumenischer Wortgottesdienst mit dem evangelischen Superintendenten Lars Müller-Marienburg



Zum Abschluss der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen wurde am 25. Jänner ein Ökumenischer Wortgottesdienst gefeiert. Kaplan Pater Matthäus konnte den Superintendenten der evangelischen Diözese Niederösterreichs, Mag. Lars Müller-Marienburg, willkommen heißen. Das Motto der diesjährigen Weltgebetswoche „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit – ihr sollst du nachjagen!“ (vgl. 5 Mose/Deuteronomium 16,20a) wurde von ihm in der Predigt aus evangelischer Sicht ausgelegt. Ausgehend von der Lesung aus dem Alten Testament hob Lars Müller-Marienburg hervor, dass Gott von „gerechten Festen träumt“. Die seien noch nicht wirklich gegeben. In seiner Auslegung ging er auch darauf ein, dass wir Menschen noch immer eine zu große Angst vor der Umkehrung der herkömmlichen Hierarchien hätten. Für Gott gibt es in einer Gesellschaft kein „oben“ und „unten“ mehr. Vielmehr seien alle zu Schwestern und Brüdern geworden. Anschließend an die Predigt hatten die zahlreichen Gläubigen die Gelegenheit sich zu Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Einheit zu verpflichten. Dazu wurden ihnen von den Ministranten Handzetteln mit Beispielen ausgeteilt. Die Anliegen der Fürbitten wurden durch Symboltafeln veranschaulicht. Nach dem Vater unser, das alle Christen eint, spendeten der Superintendent und Kaplan Pater Matthäus den Segen.
Diakon Hermann Helm lud die Gottesdienstbesucher zu einer „Agape mit Tiefgang“ ein. Die Gelegenheit, Fragen an den Superintendenten zu richten, wurde rege angenommen. Dabei wurde auch festgestellt, dass die evangelische Kirche etwas Anderes unter Einheit versteht als wir katholischen Christen. Es war letztlich ein Gespräch auf Augenhöhe, bei dem man auch Wünsche mit auf den Weg gab.
An dieser Stelle sei nochmals allen gedankt, die diese Begegnung möglich machten: Allen voran dem Superintendenten Lars Müller-Marienburg, sodann dem Liturgiekreis für die Vorbereitung des Gottesdienstes und allen, die etwas zur Agape beigetragen haben.
Bemühen wir uns alle darum, immer mehr zu einer Kirche Jesu Christi zu werden.

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